Gründung eines Vereins

„Männerpfade wirkt seit 2012 unter dem Dach des Spirituellen Zentrums St. Martin, München.“ So steht es im Flyer der MROP. Diese Zusammenarbeit wird in der aktuellen Form nicht mehr lange möglich sein. Daher hat sich vor 2 Wochen eine Arbeitsgruppe gebildet, die an der Gründung eines gemeinnützigen Vereins arbeitet.

Im Folgenden informieren wir Euch über die Hintergründe und den aktuellen Stand.
Die Arbeitsgruppe steht; falls jemand von Euch jedoch besondere Expertise zum Thema Vereinsgründung besitzt und mitarbeiten möchte, möge er sich beim Hüterrat melden.

Hintergrund: St. Martin, eines der beiden spirituellen Zentren der evangelischen Landeskirche von Bayern, befindet sich in einer Umbruchphase: Nicht nur wird das Gebäude St. Martin im Münchner Glockenbachviertel mittelfristig anders genutzt werden, auch die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung wird sich verändern. Das kann ggf. so weit gehen, dass sich der Verein „St. Martin“ auflösen wird. Dieser war bisher der Träger unserer Veranstaltungen, inkl. der versicherungsrechtlichen Absicherung über die bayerische Landeskirche und stellte zum anderen die gemeinnützige Vereinsstruktur dar, über die wir Spendenquittungen ausstellen konnten. Vor diesem Hintergrund hat uns der Vorstand von St. Martin nahegelegt, uns unabhängig zu machen und einen eigenen (gemeinnützigen) Verein zu gründen.

Finanzen: Ein wesentlicher Aspekt dabei sind unsere Finanzen: Unser Vereinsvermögen von aktuell gut 20.000 € wird von St. Martin verwaltet und ist nur durch eine „virtuelle“ Buchhaltung getrennt von den übrigen Kontobewegungen von St. Martin. Seit der Beinahe-Insolvenz des Vereins „St. Martin“ vor 2 Jahren stehen die Finanzen verständlicherweise unter enger Beobachtung durch die bayerische Landeskirche (dem wichtigsten Geldgeber, der die Angestellten bezahlt) und es kommt dort immer wieder zu der Frage: „Wer ist denn das, diese Männerpfade“? Von den Menschen, die die gemeinsame Geschichte von St. Martin und Männerpfade gestaltet haben, insbesondere dem früheren Leiter von St. Martin, Andreas Ebert, sind dort nicht mehr viele präsent. Mit der Vereinsgründung sorgen wir auch für finanzielle Klarheit.

Erwachsenwerden: Einmal anders betrachtet: Männerpfade, entstanden, um die MROP 2009 vorzubereiten, ist ca. 18 Jahre alt und wird nun geschubst, einen weiteren Schritt Richtung Erwachsenwerden zu gehen und seinen organisatorischen Rahmen selbst weiter auszugestalten.

Wie gehen wir das an: Der Hüterrat hat eine Arbeitsgruppe initiiert, bestehend aus Walter Altmann, Frank Heimann, Wolfgang Mayer, Friedbert Schönfeld, Stefan Siegel, Daniel Sommerfeld, Manfred Richter und Hartmut Palm. Diese Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Sommer 2026 einen ersten Wurf einer Satzung zu erarbeiten und bis zum Ende des Jahres 2026 die Gründung des Vereins und idealerweise dessen Gemeinnützigkeit zu erreichen.

Die 8 Männer haben sich dazu in 3 Themenbereiche aufgeteilt:

  1. Satzung – Vereinszweck und Mitglieder: Präambel, gemeinnütziger Vereinszweck (gemäß gesetzlicher Abgabenordnung), wer darf Mitglied werden (auch Frauen und nicht initiierte Männer? – hier ist u.a. ein erster Versuch zur Gemeinnützigkeit 2011 gescheitert), …
  2. Satzung: Weitere Aspekte (Paragrafen) der Satzung / Formalien: Zuständiges Finanzamt finden, Notar, rechtlicher Beistand, Zusammensetzung Vorstand, Gründungsmitglieder, …
  3. Integration Verein in Männerpfade: Ist der Verein nur ein formal-struktureller Rahmen (wie heute St. Martin) oder eng verwoben mit der Arbeit und den Veranstaltungen von Männerpfade: Gestaltung Mitgliederversammlung (Abstimmungsfähigkeit), online Versammlungen, Grundzüge der Geschäftsordnung, ist der Hüterrat der Vorstand, …

Wir halten Euch auf dem Laufenden und informieren Euch, wenn wir konsolidierte Zwischenergebnisse haben.